EGH: BERLINER POLIZEI IN LISSABON
Bereits am Montagabend hielten zwei Beamte vom Landeskriminalamt Berlin (EGH - Ermittlungsgruppe Hooligans) beim Spiel CF Belenenses - Academica Coimbra nach anwesenden Herthanern Ausschau, informierten die dortigen Polizisten über unsere Präsenz und patroulierten mit Polizeiweste inklusive Deutschlandfahne später selbst durchs Stadion. In Anbetracht von rund 20 Berlinern, die das Spiel in aller Ruhe verfolgten, eine absolut überzogene und provozierende Maßnahme. Am Abend wurden diese Beamten dann noch vor einer Kneipe des Rotlichtviertels von Lissabon gesehen, wo sie ihren Arbeitstag mit portugiesischen Kollegen ausklingen ließen.

Auch am Spieltag selbst wäre die Anwesenheit keinesfalls notwendig gewesen. Die Beamten observierten und begleiteten gemeinsam mit einheimischen Polizisten die Herthaner zum Stadion und standen dort beschäftigungslos neben den portugiesischen Kollegen, während es am Eingang z.B. massive Probleme mit den Eintrittskarten gab. Es gab hier für die zwei deutschen Polizisten also keinerlei Einsatzbereiche. Nachdem sie am folgenden Tag noch beim Stadtbummel gesichtet wurden, traten die Beamten der EGH am späten Mittwochnachmittag die Heimreise nach Berlin an.

Da die Mitarbeit oder das Eingreifen der EGH zu keinem Zeitpunkt ihres Aufenthaltes von Nöten war, müssen wir hier ganz deutlich von einem unnötigen Verschwenden von Steuergeldern sprechen, welches es in Zukunft zu vermeiden gilt. Nun sind endlich einmal die Berliner Polizei und auch Hertha BSC gefordert diese Arbeitsweise schon in ihren Ansätzen zu hinterfragen und in Zukunft dementsprechende Einsätze dem Verhältnis entsprechend angemessen zu gestalten.

EGH:MIT STEUERGELDERN INS ROTLICHTVIERTEL VON LISSABON!

Dieses, von uns angemeldete Spruchband zum heutigen Heimspiel, wurde von Hertha BSC zensiert bzw. verboten. Die Begründung lautete, dass nicht nachvollziehbar ist ob die Polizeibeamten ihren Ausflug ins Rotlichtviertel von Steuergeldern bezahlt haben oder dieser aus eigener Tasche finanziert wurde. Zudem will Hertha BSC keine Plattform für einen Kleinkrieg zwischen der Fanszene von Hertha und der Berliner EGH bieten.
10. Spreebär-Gedenkcup - Ein Rückblick

Am frühen Morgen des 03. Januar 2010 war es soweit, der 10. Spreebär-Gedenkcup wurde in der Sporthalle im Velodrom Berlin ausgetragen. Zwölf Mannschaften sollten in diesem Jahr um den Wanderpokal spielen, zu erwähnen sei hier, dass zum Turnier jeweils eine Mannschaft aus Rostock, Hamburg und auch Karlsruhe angereist war.


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Das Tagebuch der Alten Dame - Kapitel 5
Ab sofort ist "Das Tagebuch der Alten Dame - Kapitel 5" am Fanstand erhältlich. Außerdem wird es auch auf den Auswärtsfahrten die Möglichkeit geben, Hefte zu erwerben. Wendet euch dafür bitte an die bekannten Leute im Block.


Respekt und Toleranz in München? Ein offener Brief an Karl-Heinz Rummenigge

Lieber Karl-Heinz Rummenigge,

mit Erstaunen, wenn nicht gar Fassungslosigkeit, haben wir die Hausmitteilung des FC Bayern München zum Thema Respekt und Toleranz zur Kenntnis genommen und uns die diversen Presseberichte dazu durchgelesen sowie den Bericht von TV München angesehen.

Tenor des Ganzen: Der FC Bayern München tritt für Respekt und Toleranz gegenüber dem Gegner und seinen Fans ein. Deshalb dürfen die Gegner ab sofort ihre Schwenkfahnen auf dem Rasen der Versicherungsunternehmen-Arena wedeln. Außerdem wird es weitere, nicht näher beschriebene Aktionen geben, die mit den Fanclubverantwortlichen abgestimmt sind. Das alles bezeichneten Sie, Karl-Heinz Rummenigge, als Fanprojekt.

Verehrter Karl-Heinz Rummenigge,
wir möchten nicht dreist erscheinen, wenn wir Sie fragen, ob das jetzt Ihr Ernst war. Denn München – egal ob ein Spiel beim FCB oder dem TSV 1860 – gilt für Fußballfans seit jeher als eine Auswärtsfahrt, die bestimmt ist von Polizei- und Ordnerschikane, Choreographieverboten und Restriktionen jedweder Art. Und Sie wollen der Welt allen Ernstes glauben machen, dass Ihre Fahnenidee, die Sie beinahe anmaßend als Fanprojekt bezeichnen, ein Zeichen von Respekt und Toleranz ist? Wir können nicht fassen, wie Sie dies behaupten können. Das liegt übrigens nicht daran, dass sich für populistische Äußerungen in der Vergangenheit Uli Hoeneß verantwortlich zeichnete, sondern ganz einfach daran, dass Sie offenbaren, keinerlei Ahnung zu haben, was Fans eigentlich wollen.

Auswärtige Fans wollen nicht pauschal von der Münchner Polizei und dem dazugehörigen USK wie Schwerverbrecher behandelt werden. Sie wollen ihre Fahnen in uneingeschränkter Größe IN ihrem Block schwenken und nicht auf dem Spielfeld. Sie wollen Choreographien mit Materialien ihrer Wahl durchführen, ihr Bier und ihre Stadionwurst mit Bargeld kaufen und diese IM Block anstatt davor verzehren, um auch etwas vom Spiel mit zu bekommen. Sie wollen ein Megaphon zur Koordination ihrer Unterstützung erlaubt bekommen anstatt sich von der Münchner Polizei anhören zu müssen, dass der Einsatz eines Megaphons sicherheitsgefährdend sei.

Anders ausgedrückt: auswärtige Fans möchten die Mindeststandards, die in fast allen Bundesligastadien herrschen, auch in München, dem selbst ernannten Vorreiter in Sachen Respekt und Toleranz, vorfinden.

Respekt und Toleranz sollten Sie vielleicht auch Ihren eigenen Fans entgegenbringen. In München werden die eigenen Fangruppen pauschal für Taten Einzelner abgestraft, Stadionverbote für Banalitäten verhängt und auch schon mal auf Mitgliederversammlungen die Fans vom eigenen Manager als Idioten hingestellt. Und Sie, Karl-Heinz-Rummenigge, wollen der Öffentlichkeit etwas von Respekt und Toleranz erzählen? Wenn Sie und Ihre Kollegen Respekt vor Ihren eigenen Fans hätten, dann würden Sie ihnen nicht zumuten, dass Anhänger des Gegners „ihren“ heiligen Rasen betreten!

Mit sportlichem Gruß, nehmen Sie es uns nicht übel,

Aachen Ultras
Chosen Few Hamburg 1999
Ultras Hannover
Dachverband der aktiven Fanclubs des 1.FC Köln
Supporters Crew Freiburg e.V.
Wilde Jungs Freiburg
Weekend Brothers Wolfsburg
THE UNITY – Supporters Dortmund e.V.
Harlekins Berlin ‘98
Horda Azzuro Ultras Jena
Horidos 1000 Fürth
Violet Crew Osnabrück
Generation Luzifer 1998 Kaiserslautern
Pfalz Inferno Kaiserslautern
Frenetic Youth Kaiserslautern
Ultraszene Mainz 01
Ultrá 1894 Karlsruhe
Fialova Sbor Aue
Cattiva Brunsviga                                                        Ultras Aue
Ultras Bochum 1999
Ultras Gelsenkirchen

P.S.: Fanprojekte sind im Übrigen öffentliche Einrichtungen, die von Sozialpädagogen betreut werden und sich präventiv mit jungen Fans beschäftigen. Sie sind weit entfernt von unausgegorenen Ideen hoher Herren, die sich dafür auch noch in der Öffentlichkeit feiern lassen wollen. Ein solches sozialpädagogisches Fanprojekt arbeitet auch seit Jahren erfolgreich in München. Das aber wirklich nur am Rande und postscriptum.

Fankalender 2010

Fankalender 2010 zugunsten des Fan-Projektes Berlin

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde eine zweite Auflage des Fankalenders erstellt. Diese konnte im Hannover-Sonderzug, auf der Rückfahrt, für 10€ erworben werden. Da es noch Restbestände gibt, werden diese vor dem Heimspiel gegen Mönchengladbach am Fanstand zu erstehen sein. Der Erlös aus dem Verkauf geht zu 100% an das Fanprojekt Berlin.


Das Fan-Projekt Berlin, 1990 mit der Unterstützung des Landes Berlin eingerichtet und vor allem zuständig für die sozialpädagogische Betreuung von Fans der vier Vereine Hertha BSC, 1.FC Union, BFC Dynamo und Tennis Borussia, hat zum Ende diesen Jahres eine Lücke von 5000€ im Etat. Finanziert wird das Fan-Projekt zu zwei Dritteln von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und zu einem Drittel von der Deutschen Fußball Liga, die für alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga zuständig ist.

Aktuell steht das Fan-Projekt mit der DFL, dem Verein "Brot & Spiele e.V." und anderen Kooperationspartnern in Verhandlungen, um die entstandene Lücke zu schließen. Die Verhandlungen sehen aussichtsreich aus und man kann nur hoffen, dass es zu einem erfolgreichen Abschluss kommt. Jedoch stellt dieses Vorgehen keine dauerhafte Lösung dar. Schon in den letzten Jahren kam es zu finanziellen Engpässen, die, u.a. im letzten Jahr, unser Verein Hertha BSC mit einer Spende ausgleichen konnte.

Das Hauptproblem ist sicherlich ein haushaltspolitisches: Das Land und die Stadt Berlin ist pleite. Würde es das Fan-Projekt höher bezuschussen, wäre der Anteil der DFL folglich auch höher und man müsste sich im Hause des Fan-Projektes am Jahresende keine Sorgen machen. Dabei ist es eine so wichtige Institution, insbesondere für aktive Fußballfans, geworden. Die Mitarbeiter helfen uns bei Problemen jeglicher Art, z.B. bei Stadionverboten und Problemen mit dem Verein, oder beschaffen uns Sporthallen für Fanturniere. Aber auch abseits des Fußballs haben sie stets ein offenes Ohr für uns, sei es bei Problemen in der Schule, Uni oder in der Familie.

Wir dürfen nicht zulassen, dass das Fan-Projekt nach knapp 20 Jahren aufgrund zu geringer finanzieller Möglichkeiten in seiner Arbeit beeinträchtigt wird! Schließlich sind wir alle die ersten, die darunter leiden werden.

Da mit einer Erhöhung des Etats durch die Senatsverwaltung nicht zu rechnen ist, haben wir beschlossen, unseren Teil beizutragen, um dem Fan-Projekt zu helfen. Wir werden den kompletten Gewinn aus dem Verkauf des neuen Fankalenders für das Jahr 2010 an das Fan-Projekt Berlin spenden.

Harlekins Berlin '98

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