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Odense BK - Hertha BSC 1:0 (0:0)
1:0 Timm (62.)
Zuschauer: 15.000
Zum Spiel:
Ein Sieg musste her. Nach dem durchwachsenen 2:2 in Berlin hatten sich die Jungs
einiges vorgenommen und legten motiviert, kampfstark und offensiv los. Dabei
wurden drei Großchancen vergeben. Und so wie es im Fußball ist, werden diese
Fehler bestraft: Die Dänen kontrollierten die Partie zunehmens und für Hertha
war spätestens ab der zweiten Hälfte kaum noch ein Durchkommen auf das Tor des
Gegners. Auch was die Leidenschaft und den unbändigen Willen angeht diese Partie
für sich zu entscheiden, erkannte man mit der Zeit leider nur bei wenigen
Spielern die aufopferungsvolle Art und Weise, die vorher angekündigt wurde um
den Verein nach dem langen Weg nach Europa im Wettbewerb verbleiben zu lassen.
So kam es, wie es kommen musste. Nach einem Fehler von Christian Fiedler gingen
die Skandinavier in Führung und retteten diese souverän über die Zeit.
Abermals scheiterte man
frühzeitig an einem vermeintlich schwachen Gegner. Mit Sicherheit wurde das
Erreichen der Zwischenrunde bereits zum großen Teil im Hinspiel verspielt, doch
nach all den Erfahrungen aus den letzten Jahren, nach all den kläglichen
Ausscheiden auf irgendwelchen „Dörfern“ sollte man sich ernsthaft die Frage
stellen, wie das immer wieder passieren kann!
Herthaner on Tour:
Ca. 500 Berliner machten sich auf den weg nach Odense. Ca. 20 von ihnen wurde zum
Teil vollkommen willkürlich aufgrund von Gefahrenabwehr die Ausreise verweigert!
Darunter befanden sich sogar sechs Karlsruher, die somit 1.600 Kilometer umsonst
zurückgelegt haben. Es ist beängstigend mit welch Methoden (immer wieder
ausgehend von der EGH) Leute aus unserer Gruppe, andere Herthaner und unsere
Karlsruher Freunde versucht wird den Spaß am Fußball zu nehmen. Leute werden als
„gewaltsuchend“ eingestuft, die noch nie durch Gewalt beim Fußball aufgefallen
sind. Selbst die Beamten der Ermittlungsgruppe selbst können, wenn man sie zu
diesen von ihnen eingeleiteten Maßnahmen fragt, anscheinend keine wirklichen
Gründe anführen wie es zu so einer Einstufung von Leuten kommt, die
komischerweise wieder einmal Führungspersonen der Harlekins Berlin sind.
In Odense angekommen entschloss man sich aufgrund obiger Umstände die Ultras-Fahne verkehrt herum aufzuhängen. Viele Leute schlossen sich dem an und wären ebenso empört über die Maßnahmen.
Mit dem Anpfiff konnte man lautstark beginnen unsere Hertha auf dem Weg in die zweite Runde zu unterstützen. Leider flachte das ganze bereits nach wenigen Minuten ab, so dass es nur noch selten gelang den gesamten Block zu animieren gemeinsam zu singen. Insgesamt war ein gänzlich anderes Publikum an Berlinern anzutreffen als bei Bundesliga-Spielen. Spätestens nach dem das Ausscheiden immer weiter anbahnte ging auch die Unlust im Block um noch weiter alles zu geben.
Nach dem Spiel stellten sich
einige Spieler erst nach mehrmaliger Aufforderung den gebeutelten Mitgereisten.
Einigen Spielern war die Enttäuschung über das Ausscheiden auch nicht wirklich
anzusehen!
Heimkurve:
Vom erwarteten Hexenkessel Odense-Stadion war nicht wirklich etwas zu
spüren. Nach dem Tor wurde es zwar mal laut, aber insgesamt war es aus unserer
Sicht ein schwacher Auftritt der dänischen Fans!